An dieser Frage scheiden sich schon
lange die Geister.
PRO
Einerseits weiß man heute:
Ohne das Sonnenlicht wäre ein Leben auf
der Erde undenkbar. Wie
Pflanzen brauchen
auch Menschen das Sonnenlicht als l
ebensspendende
Kraft.
1. Psychisches Wohlbefinden und
2. lebenswichtige Vorgänge
- Hormonhaushalt
- Immunsystem und Knochenaufbau
(Vitamin D3)
- Schlaf-Wach-Rhythmus
- Jahreszeiten-Rhythmus
hängen eng mit unserem Sonnenkonsum zusammen.
Die Folgen von Lichtmangel zeigt ein Blick zu unseren nordischen
Nachbarn, die in den dunklen Wintern mit ihren langen Nächten zu
depressiven Erkrankungen neigen. Auch die – speziell bei alten
Menschen, die sich statistisch wenig im Freien aufhalten – zunehmende
Verordnung von Lichttherapien unterstreicht die Bedeutung des
Sonnenlichtes.
Warum also sollte man im Zweifel sein im Minus befindliches „Sonnenkonto“ nicht durch künstliches Licht aufbessern?
CONTRA
Brennendes Sonnenlicht kann uns massiv schädigen und letztlich
bösartige Krebs-Tumore hervorrufen.Gerade angesichts der schrumpfenden
Ozonschicht werden uns täglich die Risiken eines Zuviel an
UV-Bestrahlung vor Augen geführt.
- Ärztliche Krebswarnungen kennen wir aus allen Medien.
- Sonnencremes werben mit hohen Lichtschutzfaktoren.
- Sommer-Kleidung orientiert sich zunehmend an australischen Lichtschutzvorgaben.
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Ist ein Solarium also nicht sogar die sicherere – weil besser dosierbare - Variante, sich die für die Gesundheit erforderliche Strahlungsmenge zuzuführen?
Moderne Solarien werben immerhin, mit dem Verzicht auf UVB-Strahlung, Sonnenbrand und Krebsrisiken ausschließen zu können.
Was man aber mittlerweile erkennen musste:
Auch die verwendete längerwellige UVA-Strahlung ist nicht unproblematisch. Sie dringt tiefer in die Haut ein und will deshalb fachkundig eingesetzt werden, denn sie kann durch DNS-Schäden ebenfalls Krebs verursachen oder zu vorzeitiger Hautalterung beitragen.
Besondere Vorsicht ist geboten, da man die Strahlung – durch den ausbleibenden Sonnenbrand – unterschätzt und leicht zu lange „genießt“.
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Nicht unbedingt: Bei bestimmten Hautkrankheiten (oder evtl. Depressionen) machen von Ärzten verordnete Phototherapien Sinn. Sie setzen kleine - genau berechnete - Dosen bestimmter Wellenlängen ein.
Hautärzte können also Risiken minimieren, um größere Übel zu bekämpfen.
Niemals würden sie eine Therapie aus rein kosmetischen Gründen empfehlen.
Für den Arzt gilt der Grundsatz:
Vornehme Blässe ist keine Krankheit!
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Wer auf das Bad im künstlichen Licht nicht verzichten möchte, ist gut beraten, den Empfehlungen des Bundesamtes für Strahlenschutz, dem gesunden Menschenverstand und den an hochwertigen Geräten angebrachten Nutzungshinweisen ein paar Augenblicke des Nachdenkens zu widmen. Im Zweifel ist in jedem Fall der vorherige Arztbesuch angesagt.
XY, Apothekerin aus Mettmann fasst zusammen, was Mann/Frau wissen sollte:
- Solarien können die gleichen Schäden hervorrufen wie natürliche Sonnenbestrahlung.
- Aus rein kosmetischen Gründen sollte man sie lieber nicht verwenden.
- Sonnenbrand ist zu vermeiden.
- Kinder und Jugendliche sollten keine UV-Bestrahlungsgeräte benutzen.
- Die Zahl der Sonnenbäder – egal ob Sonne oder Solarium - sollte 50 nicht überschreiten.
- Menschen mit empfindlicher Haut (Typ 1), Hautkrankheiten oder Sonnenallergiker sollten Geräte nur unter ärztlicher Aufsicht nutzen.
- Bei nach dem „Lichtbad“ auf der Haut entstehenden Entzündungen oder Blasen suchen Sie sofort einen Arzt auf.
- In Solarien müssen Sie auf jeden Fall Schutzbrillen tragen.
- Verwenden Sie keine Sonnenschutzmittel, auch alle Kosmetika sollten einige Stunden vor der Bestrahlung entfernt werden.
- Besondere Vorsicht ist bei der Einnahme von Medikamenten geboten. Vor einer Bestrahlung sollte man im Zweifel lieber seinen Arzt oder Apotheker befragen.
- Auf Bestrahlungsgeräten verantwortungsbewusster Hersteller sind deutlich Anfangs- und Höchstbestrahlungszeiten angegeben, die nicht überschritten werden dürfen. Man beachte: Sie sind je nach Hauttyp unterschiedlich.
- Pflicht im Solarium: An den Bestrahlungsgeräten oder im Bestrahlungsraum muss deutlich sichtbar der Hinweis angebracht sein: "Vorsicht, UV-Strahlung kann Schäden an Augen und Haut verursachen. Schutzhinweise beachten."
- Um ein Solarium verantwortlich zu betreiben, ist geschultes Personal notwendig, das UV-Bestrahlungsgeräte ständig technisch und hygienisch einwandfrei wartet und Kunden sachkundig berät.
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