In Kinderzimmer, Kindergarten oder
Klassenzimmer kuschelig warme
und
trockene Heizungsluft, draußen
das Kontrastprogramm: eisiger
Wind,
Schnee, Regen und frostige
Temperaturen. Der Winter stellt –
besonders
für die kindliche Haut –
eine extreme Belastung dar.
Ob beim Toben, bei Schneemannbau
Schlitten- oder Schlittschuhfahren
oder schlicht auf dem Schul- oder
Kindergartenweg, Mütter wissen:
Besonders die empfindliche Kinderhaut
will im Winter vor den extrem
wechselhaften Bedingungen
vorbeugend geschützt und leider
auch immer
mal wieder
behandelt werden.
Anders als bei Erwachsenenhaut,
die fünfmal so dick ist und weitaus
mehr Fett produziert, gilt hier erhöhte
Vorsicht, kann das Vertrauen
auf die
körpereigenen Abwehrmechanismen
und der sorglose Verzicht auf
Pflege
schnell böse Folgen nach sich ziehen.
Damit Kinderhaut gar nicht erst juckt,
rau und rissig wird - ja
womöglich
noch zusätzlich wund gekratzt wird -
gilt es, einige
Grundregeln der
Hautpflege zu beachten.
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Allgemein gilt: Der Haut und dem Körper von Babys, aber auch von größeren Kindern droht im Winter über die Atmung und die direkte Einwirkung von Wind, Kälte und trockener Luft vor allem die Austrocknung.
Viel Trinken
Neben der – weiter unten beschriebenen direkten Pflege - sollten Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen daher darauf achten, dass ihre Kinder viel trinken. Zwei Liter Wasser oder kalorienarme Getränke pro Tag können als Faustregel gelten. Viele KlassenlehrerInnen bieten
organisieren deshalb für ihre SchülerInnen einen regelrechten Sprudelkastendienst. und geben nach den Pausen Zeit, die Depots aufzufüllen.
Richtig lüften
Auch muss in der kalten/warmen Jahreszeit zu Hause, in Kindergarten oder Schule für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit in den beheizten Räumen gesorgt werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang vor allem ein richtiges Lüftungsverhalten. Das „auf Kipp“ geöffnete Fenster allein kann – abgesehen von den kostenungünstigen Auswirkungen - den erforderlichen Luftaustausch nicht sicherstellen. Also gilt: Dreimal am Tag fünf Minuten bei weit geöffneten Fenstern lüften.
Häufiger Luftaustausch in Schulklassen
In Schulklassen sollte der Rhythmus noch deutlich erhöht werden. Hier eignen sich die 5-Minutenpausen für den angesagten Luftaustausch. Als günstig erwiesen sich auch Kurzaufenthalte im Freien zwischen den Stunden. Neben dem verbesserten Raumklima sorgt die Bewegung an frischer Luft für eine erhöhte Sauerstoffaufnahme sowie die Aktivierung der körpereigenen Thermoregulation. So waren Schüler einer Wülfrather Grundschule, die bei Wind und Wetter in jeder Pause das Gebäude verlassen durften und auf ihre Frischluftdosis nicht verzichten mussten, insgesamt unterdurchschnittlich häufig von Erkältungskrankheiten geplagt.
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Der natürliche Fett- und Feuchtigkeitsfilm, die eigene Talgproduktion reichen im Winter nicht aus, um sich gegen das klimatische Kontrastprogramm zu schützen.
Gesichter und Lippen von Kindern müssen bei extremen Bedingungen mit reichhaltigen Fettcremes gut eingecremt werden. Das gilt auch bei größeren Kindern/Schülern, die sich beim Schlittschuhlaufen, Radfahren, Rodeln oder Inline-Skaten oft noch zusätzlich den Folgen des Fahrtwindes aussetzen.
Das Mittel der Wahl sind Allzweckcremes Cremes, die Paraffin, Panthenol, Wollwachs oder natürliche Öle enthalten. Feuchtigkeitscremes (Öl-in-Wasser-Emulsionen) mit hohem Wasseranteil können auf der Haut gefrieren und sind folglich nicht geeignet.
Tipp einer vierfachen Mutter: „Die kindliche Abneigung gegen die elterliche Pflegeprozedur kann man vielleicht vermeiden, wenn man die Creme vor dem Auftragen in den Händen anwärmt, wodurch sie sich leichter und angenehmer auf der Haut verteilen lässt. Außerdem haben wir die Großen in die Pflege der Kleinen einbezogen. Das förderte ungemein die stolze Einsicht in sinnvolle Maßnahmen.“
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Entgegen der noch immer weit verbreiteten Auffassung, dass Baden – weil nass – die Haut mit Feuchtigkeit versorgt, gilt:
Allzu häufiges Waschen trocknet die Kinderhaut aus!
Fachleute empfehlen deshalb generell – und für den Winter im Besonderen – Zurückhaltung.
Ein bis zwei Vollbäder oder Duschen pro Woche werden als durchaus ausreichend angesehen.
Falls Seife erforderlich sei, solle sie den körpereigenen Schutzfilm nicht zu sehr belasten, also rückfettende Eigenschaften haben. Wenn Eltern auf täglichen Wäschewechsel achten, reicht auch eine regelmäßige Katzenwäsche.
Ja man kann sogar sagen: Katzenwäsche reicht nicht nur, sie ist geradezu die natürlichere und schonendere Methode – zumindest im Winter.
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