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Für viele moderne Frauen ist heutzutage Multitasking angesagt. Beruf, Ehe und Mutterrolle wollen unter einen Hut gebracht werden. „Da wird man schnell zum wahren Zeitmanager!“, meinte jüngst eine Grundschullehrerin im privaten Kreis. Ob sie denn Zeit für Kosmetik und Hautpflege habe, wollte jemand wissen. „Wenn ich überhaupt mal was Besonderes nötig habe, pappe ich mir was während des Kochens auf die Haut! Gurken, Eier oder so was. Das hat meine Oma schon gemacht! So spart man Geld und Zeit. Meine Kinder finden das ganz cool. Wer hat schon eine Mutter, die mit einer Gurkenmaske am Herd steht!?“
Belle-peau ging dieser Idee im Kreis der Bekannten und Leser nach. Was dabei herauskam, war eine kleine Sammlung von Großmutters natürlicher Hautkosmetik zu Hausmannskost. Ob alles medizinischer Betrachtung standhält, war nicht zu ermitteln, aber die Tipps sind teilweise seit Generationen in Familiengebrauch und werden auch nur gelegentlich angewendet. Offensichtlich wegen der Zufriedenheit der Anwenderinnen haben sie aber bis heute überlebt.
Sollten Sie als Leser/in über ähnliches Anwendungswissen für die Küche verfügen, mailen Sie uns Ihren Familientipp.
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Brigitte aus Wülfrath: „Steht Salat auf dem Speiseplan, kann man leicht eine Kochpause für eine Behandlung mit Gurkenscheiben nutzen. Gurken-Scheiben auf die gut gereinigte Gesichtshaut auflegen. Nach 10 Minuten abnehmen und Gesicht mit klarem Wasser waschen.“
Viele Experten meinen: Es stimmt schon, dass man mit Gurkenscheiben einen Effekt erzielt. Aber es ist Vorsicht geboten. Er hält nicht lange vor und die Haut wird bei häufigerer Anwendung schnell trockener als vorher, da die Zellen quasi erschlaffen.
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Ein Tipp aus dem Westerwald: Haut einfach mit roher Kartoffel abreiben. Nach Bedarf wiederholen.
Kartoffeln mit grünen bis dunklen Stellen oder solche, die gekeimt haben, entwickeln das Gift Solanin und sind deshalb ungeeignet. Eine dauerhafte Anwendung führt zu einer unerwünschten Austrocknung der Haut.
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Oft benötigt man bei Kochrezepten nur das Eigelb und weiß mit dem Eiweiß nichts anzufangen. Ein Rezept aus NRW:
Eiklar gut durchschlagen. Die nicht zu schaumige Masse auf das Gesicht auftragen und antrocknen lassen. Wenn die Maske spannt, mit warmem Wasser abwaschen.
Dagmar aus Erkrath, die uns das Rezept verriet, meinte: „Wir bilden uns ein, dass dadurch kleine Fältchen zumindest ein wenig gemildert erscheinen!“
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Bei spröder Haut soll Mayonnaise helfen, die man wie eine Hautcreme auf die gereinigte Gesichtshaut aufträgt. Nach 2 bis 3 Kochvorgängen kann man die Maske mit warmem Wasser abwaschen.
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„15 Minuten Ruhe sollte man abzwacken können, wenn man sich mit einer Packung Kartoffelbrei verwöhnen will“, meinte Marlies (70) aus Mettmann. „Ich mische etwas gekochten Kartoffelbrei mit süßer Sahne, ein wenig Olivenöl und Zitronensaft. Die warme Masse streiche ich auf meine Hautfalten und lasse sie 10 Minuten lang drauf. Ich meine das hilft.“
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Insektenstichen und Ekzemen soll man mit dem Saft oder Brei von rohen Kartoffeln direkt zu Leibe rücken können. Wenn es also z.B. Reibekuchen gibt, kann Frau sich - oder den Rest der Familie - so ganz nebenbei z.B. vom Jucken ihrer Mückenstiche entlasten.
Wieder gilt: Kartoffeln mit grünen bis dunklen Stellen oder solche, die gekeimt haben, entwickeln das Gift Solanin und sind deshalb ungeeignet. Da man die Haut bei Insektenstichen durch die Säfte der Knolle nicht überbelastet, muss man in der Regel auch nicht die sonst möglichen Austrocknungseffekte fürchten.
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Für die folgende Maske muss sich die stressgeplagte Zeitmanagerin schon ein wenig Zeit nehmen. Am besten wendet sie sie bei einem Kochrezept mit einer 20-minütigen Leerlaufphase an.
- Gesicht mit Öl oder Fettcreme einreiben
- 2 EL Kartoffelstärke mit warmem Wasser verrühren
- Paste auf Gesicht auftragen (Augen aussparend)
- nach 20 – 25 Minuten die erstarrte Maske aufweichen und abspülen
Masken mit Stärkepulver verengen die Poren, fördern die Durchblutung und wirken durchaus Haut straffend. Da sie die Haut aber auf Dauer austrocknen können, sollte man sie nur gelegentlich anwenden.
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Petra aus Malente schrieb uns: „Olivenöl ist immer zur Hand. Einfach auftragen und einziehen lassen. Ergibt sanfte, weiche und glatte Haut. Stört die Kochvorgänge nicht im Mindesten.“
Nachteile sind uns nicht bekannt. Im Mittelmeerraum ist die Anwendung hochwertigen Olivenöls klassisches Kulturgut.
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