Dienstag, 7. September 2010
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| Töpferin Nicole Leggewie aus Eutin |
Hand gefertigter irdener Ware gefüllt. Teller, Tassen, Kannen, Schüsseln, Tee- und Müsli-Schalen, komplette Tee-Services und viele Schmuck- und Nutzkleinode. Dazwischen die Bildergalerie einer Freundin. Im Schaufenster der Arbeitsplatz mit Töpferscheibe. Wir stehen im Töpfer-Laden von Nicole Leggewie in Eutin. Sie hat nichts zu verbergen. Alles signalisiert freundliche Offenheit. Laden und Werkstatt sind eins. Passanten können ihr durch die Schaufenster-Scheibe bei der Arbeit an der Drehscheibe inmitten ihrer Produkte zusehen. Auch ihrer Katze, die sich hier sichtlich wohl fühlt. Wer Interesse an dem alten Handwerk hat, kann Kurse im Drehen oder Plastischen Gestalten bei der ausgebildeten Töpferin buchen. Ein Interview zum Thema Haut wird uns gerne gewährt. „Haut ist schon ein Thema für mich als Töpferin. 7 Stunden Handarbeit kommen an einem Arbeitstag schon zusammen.“ Fetthaltige Creme und triefen lassen belle peau: „Worin besteht die Hauptbelastung für Ihre Hände?“ NICOLE LEGGEWIE: „Es ist die Vielfalt handwerklicher Tätigkeiten und vor allem kalte Feuchtigkeit. Speziell im Winter gibt es Probleme. Kaltes Wasser ist nicht gut für Haut und Knochen. Außerdem geht die Arbeit schwer auf die Gelenke. Das knirscht manchmal ganz schön. Also erwärme ich im Winter das Wasser.“ belle peau: „Als Frau werden Sie sicher ganz besonders auf Ihre Haut achten. Wie pflegen Sie Ihre Hände?“ NICOLE L.: „Nun, ich creme. Nach der Arbeit. Anders geht es nicht. Da kommen je nach Jahreszeit verschiedene Cremes in Frage. Ich verwende natürlich oft professionelle Produkte für trockene Haut. Am liebsten habe ich persönlich immer Hirschtalg gemocht.“ belle peau: „Sie sprachen eben die jahreszeitlichen Unterschiede an.“ NICOLE L.: „Ach ja. Im Winter – oder wenn die Haut besonders trocken ist - dann benutze ich eine sehr fetthaltige Creme. Ich creme die Hände ein und mache den Albatros, lass gewissermaßen die Hände links und rechts über die Sessellehne hängen und triefen. Das mache ich auch oft, wenn ich glasiert habe. Dabei zieht sich die Haut nämlich extrem zusammen. Das Glasurwasser ist so aggressiv.“ belle peau: „Sind Gummihandschuhe kein Thema für Sie?“ NICOLE L.: „Gummihandschuhe kann ich auf Dauer nicht anziehen. Das ergibt andere Hautprobleme. Höchstens beim Glasieren, wenn ich mal eine Verletzung habe, nehme ich die. Die Stoffe müssen ja nun nicht in meine Blutbahn geraten. Der reine Ton wirkt bei kleinen Wunden oft sogar eher heilend. Das Material ist ja organisch und mineralisch…..fast wie Heilerde halt. Meine Katze trinkt das Ton-Wasser sogar. Der tun wohl die Mineralien gut.“ belle peau: „Haben Sie noch einen Tipp für Leser mit ähnlichen Haut-Problemen?“ NICOLE L.: „Auch Melkfett ist bei trockener Haut gut geeignet. Das habe ich auch eine zeitlang benutzt. Leider ist es in meiner Partnerschaft nicht so ganz sozialverträglich. Der Geruch. Ich persönlich kann da rüber hinwegriechen. Vielleicht gibt es aber eine nasenverträglichere Variante der Creme, die ich nicht kenne.“ belle peau „Wurde das Thema Haut und Hautpflege in Ihrer Ausbildung thematisiert? Ihr Handwerk ist ja ein anerkannter Ausbildungsberuf.“ NICOLE L.: „In meiner Ausbildung waren Gefahren für die Haut kein großes Thema. Hier standen eher die Gefahren für die Atemwege durch den Staub im Vordergru |

