Freitag, 10. September 2010
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| Ursachen |
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Wie bereits dargestellt ist Lepra eine bakterielle Infektionskrankheit. Seit 1873 ist ihr Krankheitserreger, das Lepra-Mykobakterium, das als Parasit in menschlichen Hautzellen lebt, der Wissenschaft bekannt. Man geht heute davon aus, dass die Übertragung des Lepra-Bakteriums über Tröpfcheninfektion, wahrscheinlich über die Nasenschleimhaut, erfolgt. Da es sich ausgesprochen langsam vermehrt – Teilungen einmal in 14 Tagen – ist die Inkubationszeit bis zum Auftreten der ersten sichtbaren Zeichen durchschnittlich 3 bis 5 Jahre lang. Ob sich das Bakterium ausbreitet, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Auffallend ist, dass Lepra vor allem in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und niedrigem hygienischem Standard auftritt. Somit ist sie vor allem eine Krankheit der armen Bevölkerung in tropischen und subtropischen Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Lepra ist jedoch nicht so ansteckend wie früher angenommen wurde. . Ganz geklärt ist der Ansteckungsmechanismus jedoch nicht. Armut, schlechte hygienische Verhältnisse und räumliche Enge begünstigen die Infektionsgefahr. Sie ist jedoch nicht so hoch, wie früher vermutet wurde: Nur 5 bis 10 Prozent der Menschen, die mit dem Erreger in Kontakt kommen, stecken sich an. Dabei spielt die Stärke des Immunsystems eine große Rolle. Vorbeugung Da es bis heute keine vorbeugende Schutzimpfung gegen Lepra gibt, bleiben in den betroffenen Ländern folgende Möglichkeiten individueller und gesellschaftlicher Prophylaxe:
All das ist in den ärmsten Regionen der Welt leichter gesagt als getan. Ohne externe Hilfe wird es auch in naher Zukunft nicht gehen. |

