Dienstag, 7. September 2010
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| Skin-Food – Futter für die Haut |
Hautproblemen auf den Grund gehenDer moderne Begriff “skinfood“ (Hautnahrung) suggeriert einen engen Zusammenhang von Ernährung und Hautgesundheit. Kann man seine Haut also schön-essen? Kann man sich auch „hautkrank“ essen? Unbestritten: Unliebsame Hautveränderungen – unreine Haut, Rötungen, Pickel etc. - können durchaus Folge unserer Ernährungsgewohnheiten sein. Aber beim Weglassen bestimmter Nahrungsmittel ist Vorsicht geboten. Denn genauso unbestreitbar gilt: Unsere Haut braucht eine Fülle wichtiger Nährstoffe, die man nicht ungestraft vom Speiseplan streichen sollte. Bei einem Allergieverdacht sollte man also, bevor der Rotstift auf dem Einkaufszettel wütet, lieber zuerst aus ärztlicher Sicht die genaue Ursache abklären lassen, da in vielen Fällen die Falschen verdächtigt werden – nämlich die Lebensmittel. Oft wird es genau umgekehrt sein, dass sogar bestimmte Nahrungsmittel fehlen und unsere Haut durch einseitiges Essgewohnheiten geradezu unterversorgt ist. Die Haut mit Lebensmitteln verwöhnenNahrungsmittel, die unsere Haut geradezu verwöhnen und überreizte Haut sogar beruhigen können, enthalten eine Fülle von Vitaminen, Spurenelementen, ungesättigten Fettsäuren und Mineralstoffen. Der Speiseplan sollte also mit Bedacht und vielseitig aufgestellt sein.Vitamine, die Haut schützend schmeicheln, sind etwa Vitamin B2 in 5-mal am Tag Obst und Gemüse!Gut beraten ist, wer sich an die 5-mal-am-Tag-Regel hält. Die einfache Erziehungs-Formel wurde im Mai 2000 nach us-amerikanischem und kanadadischem Vorbild (Initiative des National Cancer Institute „5 a day – for a better health“) in Deutschland kampagnenartig verbreitet. Sie ermuntert die Bevölkerung zum Verzehr von frischem Obst und Gemüse. Wer 5-mal am Tag eine handvoll davon – also rund 600 Gramm aber je nach HAngröße natürlich etwas abweichend - bei den Mahlzeiten oder als Zwischenhappen verzehrt, wird nach umfassenden epidemologischen Studien deutlich seltener an Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Zivilisationserkrankungen - etwa Bluthochdruck, Adipositas und Diabetes mellitus - erkranken. Laut World Cancer Research Fund kann die Zahl der Krebsfälle um 30 bis 40 % gemindert werden. Es liegt auf der Hand, dass – wer sich mit ausreichenden Mengen an Obst und Gemüse versorgt – rundum gesünder lebt und die wertvollen Vitamine, Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe auch seiner Haut zugute kommen lässt. Bei der heutigen Produktfülle ist es leicht, einen abwechslungsreichen „Obst-und-Gemüse-Fahrplan“ zusammenzustellen. Versorgen kann man sich im Frischobst- und Gemüsebereich ebenso wie aus der TK-Theke oder dem Getränke-Regal. Vor konkreten Tipps ein wenig Theorie. Bekannt sind bis heute folgende sekundäre Pflanzenstoffe: CarotinoideMachen Sie Ihre Hand zum Maß der Gesundheitshappen! Nun, was passt? Was mögen Sie? Was bietet die Saison? Machen Sie sich nicht zum Sklaven der Dosis und essen ruhig mehr. Etwa von luftig geraspelten Möhren sollten es vielleicht eher 2 Händchen voll sein. Apfel, 1Psychologischer Tipp: Besonders Eltern wissen es. Zu Apfel, Birne und Co. – großen Früchten also – greifen Kinder lieber, wenn diese in appetitlich kleine Happen portioniert werden. Warum sollte das nicht auch für Erwachsene gelten? Ein bisschen Selbstüberlistung kann also im konkreten Fall nur von Nutzen sein.
Fische – Spender ungesättigter Fettsäuren
Dass Fisch gesund ist, vermitteln Generationen von Eltern ihrem Nachwuchs. In der Tat enthalten vor allem Meeresfische viele wertvolle Inhaltsstoffe, die auch der Hautgesundheit dienlich sind. Eine zentrale Bedeutung schreiben Ernährungswissenschaftler vor allem mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu, die - in so genannte Reglerstoffe umgewandelt -Entzündungsvorgänge im Körper stoppen können. Salzwasserfische wie Makrele, Lachs, Hering und Thunfisch versorgen die Haut mit seltenen Fettsäuren. Ja man könnte ohne Übertreibung von einer Ölkur von innen sprechen. So verwundert es nicht, dass schon manche Hautrötung durch mehr Fisch auf dem Teller verschwunden oder gar nicht erst zum Ausbruch gekommen ist. Die besonders hautfreundlichen Eigenschaften von Fischen bestätigten uns bei Recherchen zu diesem Magazin auch Fischhändler. „Selbst im Winter, wenn wir unter ungünstigen Bedingungen Fische schlachten und ausnehmen müssen, haben wie – z.B. bei Dorsch immer eine wunderbar glatte Haut!“, erfuhren wir etwa auf dem Eutiner Wochenmarkt.
Alternativen zu Fisch Wer Fisch partout nicht essen mag oder kann, muss auf die segensreichen Fette nicht verzichten. Auf dem Markt gibt es eine große Anzahl alternativer pflanzlicher Produkte. Pflanzenfette aus Borretschsamenölversprechen, den Körper ausreichend mit Omega-3-Fettsäuren zu versorgen, die der Stoffwechsel in die gleichen antientzündlichen Stoffe verwandeln kann. |

